Montag, 27. Januar 2014

Herstellung von Palmöl

Ganz im Süden Gambias an dem Grenzstreifen zur casmance ( der südliche Teil des Senegals) ist eine kleine Siedlung. In dieser Siedlung 


Herstellung Palm-Öl

wird seit Jahrhunderten gleich gelebt 




Die Famillien kommen aus Guinea Bissau und sie stellen Palmöl her. 


Die Jungen kraxeln in atemberaubender Höhe mit abenteuerlichen Hilfsmitteln die Palmen hoch und schneiden die Früchte der Palmen ganz oben ab. 
Diese werden dann gestampft und gekocht. 


Auf dem Markt beispielsweise in Serrekunda wird das fertige Produkt dann angeboten. Zur Zubereitung von Speisen wird es dann verwendet. 






Samstag, 25. Januar 2014

Erlebnisse zweite Woche in der Klinik....

Seit Mittwoch ist es mit 33 Grad erstaunlich kühl hier in Gambia. Am Anfang der Woche hatten wir über mehrere Tage einen sehr heißen und staubigen Saharawind. Der Staub setzt sich in jede Ritze.


Wieder so eine Sache , über die ich mir in Europa nie Gedanken gemacht habe. Der Staub, der beispielsweise in elektrische Geräte eindringt wird in der Regenzeit feucht. In der folgenden Trockenzeit wird dann eine dünne Kruste gebildet. Dieser Zyklus wird 2-3 mal durchlaufen und fertig ist der erste Kurzschluss an dem elektrischen Gerät. 
Auch Autos mit ihrer immer komplizierter werdenden Elektronik sind besonders anfällig. Deswegen sind die beliebtesten Autos auch immer noch die, die verlässlich mechanisch arbeiten. 


In der Klinik waren jetzt nahezu alle späten Wundnachsorgen des Face Projekts erledigt. Auch Ibrahimar das Verbrennungsopfer konnte von allen Nähten und Klammern befreit werden. Es ist unglaublich wie tapfer und fröhlich der kleine Mann jeden Tag ist. 


Die zahnärztlichen Behandlungen laufen sehr rund und flüssig. Man kann es gar nicht oft genug erwähnen: die zweite zahnärztliche Behandlungseinrichtung erleichtert das Abarbeiten der Patienten enorm!




Montag, 12. August 2013

Yippie die Reiseplanung steht....

Die letzten Monate sind ein wenig ruhig gewesen. Wir haben den vergangenen Gambia Aufenhalt aufgearbeitet und das gute Leben in Deutschland genossen. :-)

Aber jetzt geht es wieder los!
 
Nach dem nun ein paar Monate vergangen sind, stürzen wir uns nun wieder in die Planung des nächsten Jahres. Schon bei Rückkehr nach Deutschland im Februar war uns allen klar: 
wir fahren 2014 wieder nach Gambia!

Jetzt steht die Planung
Unsere nächste Reise wird vom 21.2.-11.3.2014 stattfinden.

In der Klinik sind wir bereits angemeldet, die Flüge gebucht, Unterkunft in Arbeit und ein Termin im Tropeninstitut für die anfallenden Impfungen geplant.
 

Herzliche Grüße 
Dr. Martin Christiansen & Dr. Henrike Rolf
 


Samstag, 9. Februar 2013

Letzter Tag- nun heißt es goodbye Gambia


Heute ist unsere Zeit in Gambia vorbei.

Zwei Wochen vergingen wie im Fluge. 
Wir konnten auch in diesem Jahr wieder vielen Menschen in der Klinik mit unserer Arbeit helfen.

In den letzten 14Tagen haben wir unzählige Extraktionen
, viele Füllungen, wenige Zahnreinigungen, einige Operationen und 
zusätzlich die normalen Kontrollen 



Wir haben wieder viel gelernt. Die Menschen die hier leben sind uns sehr an's Herz    gewachsen. 




Gestern hatten wir noch ein besonders tolles Erlebnis. Die Ärzte helfen Gruppe, die gerade die neue Behandlungseinheit montieren und wir waren in einer Schule in Bakau. Die Schule geht auf eine Privatinitiative zurück. Ein mutiges Mädchen wollte unbedingt als erstes behandelt werden.


180 Kinder im Alter zwischen 4 und 7 folgten gebannt, als wir ihnen den Gebrauch von Zahnbürste und Zahnpasta erklärt haben.
Sie kannten ein tolles Lied:
" brush your teeth twice a day, in and out, up and down that s the way"


Anschließend haben wir uns noch ein gutes Drittel der Kinder angesehen



Einige Milchzähne wurden gleich vor Ort entfernt. Die kleinen Patienten waren dabei sehr tapfer und froh, dass ihnen jemand geholfen hat.


Das Interesse für den eigenen Mund war auf einmal riesengroß.


CONDOR hat uns heute nacht sicher wieder nach Hause gebracht. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal allen CONDOR Mitarbeitern und insbesondere Marc Tepel, die uns unterstützt haben.


Es hat uns viel Spass gebracht, Sie/Euch an unseren Erlebnissen teilhaben zulassen und hoffen, die kleine Exkursion nach Gambia war interessant. 

Wir werden dieses Projekt auch weiter unterstützen und sind über jede Hilfe dankbar!

Goodbye Gambia Hello Germany

Donnerstag, 7. Februar 2013

Zahnmedizinische Situation in Gambia



Die Zahnstation in der ASB Klinik in Gambia wurde 2007 aufgebaut. Es handelt sich um die modernste Behandlungseinheit des Landes. Es gibt im Land keine Möglichkeit Zahnmedizin zu erlernen oder gar zu studieren. Alle in diesem Bereich tätigen Menschen sind handwerklich geschickte Menschen, die angelernt werden. Sie haben dann den Titel eines "oral health workers" 
Modou An zB wurde so ausgebildet durch Prof Jordan von der Universität Witten Herdecke in Deutschland. In einem 6 wöchigen Kurs wurde Ihm beigebracht, wie er anästhesiert, und wie er Zähne ziehen kann. Die Entfernung von Karies und die Fertigkeit Füllungen zu legen sind ebenfalls mal angesprochen worden. Hier in der Zahnstation der ASB Klinik waren im vergangenen Jahr 12 Zahnärzte aus Deutschland. Sie versuchen Modou An und auch die Assistens Bintou jedes Mal weiterzubilden. 


Die Ausbildung sollte kontinuierlicher erfolgen. Es ist sehr schwer immer wieder die basics neu einzuüben. Eine Zahntechnik, wie wir sie in Europa kennen existiert hier gar nicht. Die meisten extrahierten Zähne werden gar nicht ersetzt. Wenn sie doch ersetzt werden, werden einfache Kunststoffersatzteile angefertigt, die ohne Verankerungen, nur durch die Klemmwirkung des Kunststoffs an den verbliebenen Zähnen halten.
Wir besprechen mit jedem Patienten die Notwendigkeit professioneller Vorsorge und Reinigung. Ca 1 % folgen unserem Rat.... Immerhin es ist ein Anfang. Grundsätzlich sehen wir kaum Patienten ueber 8 Jahre, die noch keinen Zahn verloren haben.


Mittwoch, 6. Februar 2013

Noma eine in Deutschland unbekannte Erkrankung


Auch im letzten Jahr wurden wir wieder mit einer Erkrankung konfrontiert, die uns aus dem Studium nicht bekannt war. Wir hatten bei einem Rotary Vortrag schon einmal davon gehört : Noma. Wasserkrebs. Es beginnt mit einer bakteriellen Entzündung des Zahnfleisches bei jungen Kindern. Wenn es in der ersten Phase zahnärztlich behandelt wird kommt es zu einer kompletten Ausheilung.



Wenn nicht entwickelt sich ein mehr oder weniger grosses Loch erst in der Wange, später auch im Nasenbereich. Unbehandelt verläuft diese Erkrankung in 70-90 % aller Fälle letal. Dieser 4 jährige Patient kam letztes Jahr zu uns in Behandlung. Das Gemeine an dieser Erkrankung ist die Ausbreitung auch auf den Knochen und alle angrenzenden Gewebe, wie Zunge ect. Der Patient war schon 4 Wochen unter Antiobiose hier in der Klinik und wartete auf uns. Vorher sah der Befund noch schlechter aus.


Nach einer 1 1/2 stündigen OP und weiteren 2 Tagen Aufenthalt in der Klinik verliess uns unser kleiner Patient letztes Jahr ganz vergnügt


 Wir waren sehr froh ihn nach 11 Monaten gesund und munter wieder zu treffen. Die Narbe muss sicher noch ein oder zweimal korrigiert werden, aber dann hat er eine lebenswerte Zukunft vor sich. Prof Li hat den Patienten in diesem Jahr gesehen. Da die Mundöffnung wunderbar ist muss er in diesem Jahr nicht operiert werden. Vielleicht wächst das Narbengewebe so mit, dass eine zweite Operation unnötig wird.



 Sicher ist dies ein plakativer Fall. Aber es wäre schön, wenn diese Kinder einfach früher, durch regelmässige Zahnarztbesuche behandelt werden könnten. Auch deswegen ist es so wichtig, dass es eine Zahnstation hier in Gambia gibt. Des weiteren ist eine Operation hier vor Ort um ein vielfaches günstiger als wenn die Patienten ins Ausland geflogen werden müßten.

Dienstag, 5. Februar 2013

Ein Baby namens Henrike ???

Ich habe lange überlegt, ob ich folgende kleine Anekdote berichte.
Gestern Mittag hat Frau Dr. Henrike Rolf bei einem 12 jährigen Mädchen einen kleinen gutartigen Tumor aus dem Mundboden  herausoperiert. Der Vater saß die ganze Zeit daneben. Er mochte logischerweise bei dem Eingriff nicht zusehen. Emsig beackerte er seine Gebetskette. Seine Lippen bewegten sich dazu. Der Eingriff war nicht einfach, weil das Verletzen eines Gefäßes in der Mundbodenregion immer dramatische Komplikationen mit sich bringen kann. Alles verlief aber bestens. Als Dr Rolf fertig war hielt sie der Vater am Ärmel fest und bat sie ihren Namen auf ein Blatt Papier zu schreiben. Wir fragten nach dem Sinn.
Er sagte: " meine Frau ist mit einem Mädchen schwanger im achten Monat. Der Name des Baby s wird Henrike sein"